#wmdedgt zum 5. Mai 2018

Ausschlafen ist heute angesagt, dann der gemeinsame Kaffee mit der Liebsten im Bett. Nach der Renovierung des momentan zu dicken Herrn Emm wird gefrühstückt und danach für viele Stunden bei herrlichen Wetter der Garten bearbeitet. Es ist viel zu tun, der Rasen ist in Wahrheit ein Moosbett und das muss heuer endlich wieder mal in Rasen zurückverwandelt werden. Das ist heute der dritte und letzte Teil zum Vertikutieren und langsam reichts mir dann auch. Jetzt sind es quasi drei Segmente, die in unterschiedlichen Stadien sind und bei Teil eins sind schon die ersten Erfolge zu sehen. Immerhin!

Zum Glück war die Schufterei ein wenig unterbrochen; zwei Quasselpausen mit verschiedenen Nachbarn und jemand aus der Verwandtschaft hat auch noch kurz bei uns vorbeigeschaut, das war so dann schwer in Ordnung.

Danach gab es ein kleines Sandwich und einen Becher Kaffee. Ich bin dann nach drinnen verschwunden, die Rosazea hat nach der vielen Sonne gejuckt und gebrannt. Das war wohl trotz Käppi ein wenig viel heute. Es gab aber auch drinnen noch genug zu tun, etwa die Bank checken und Überweisungen machen, für einen Kumpel zu einem Thema was im Netz rauskramen von dem er eben keine Ahnung hat. Die Fußball Bundesliga habe ich mit einem Ohr auch noch mitverfolgt und jetzt mache ich mich gleich für den Abend fertig. Wir gehen zu einem Konzert und danach noch auf eine Geburtstagsparty, wird vermutlich eine lange Nacht.

„Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ (#wmdedgt) beruht auf einer Initiative von Frau Brüllen und findet am 5. jeden Monats statt.

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#wmdedgt zum 5. April 2018

Aufwachen ist irgendwie schwer heute, der Emmsche Körper will noch ruhen. Hilft aber nicht, der Zeitplan ist eng; Kaffee, Renovierung, Frühstück, Hunderunde, zackzack. Dann ins Auto und ab zum Orthopäden. Ich will früh dran sein, denn in der Gegend ist es oft schwierig mit der Parkplatzsuche. Der Plan geht auf, pünktlich auf die Minute schlage ich in der Praxis auf. Natürlich sitze ich noch im Wartezimmer rum, blättere seit ewigen Zeiten zum ersten Mal wieder im „Stern“, lese nicht wirklich, weil ich aufgeregt bin und fotografiere dokumentarisch den Wartezimmerfussboden. Nur um Selbigen sinnstiftend auf Twitter zu posten.

Ich bin dran und trete einem jüngeren Mann gegenüber, der wohl noch nicht so lange in der Gemeinschaftspraxis mitarbeitet. Der dreht und drückt ein wenig, manchmal macht es tüchtig aua. Er erklärt mir, das ich sehr wahrscheinlich einen Bandscheibenvorfall am 6./7. Halswirbel habe, am Dienstag ins MRT muss und einen Neurologen zur „Mitabklärung“ aufsuchen soll. Obwohl ich sowas geahnt hatte bin ich echt „begeistert“, sprich ziemlich niedergeschlagen.

Der Neurologe ist von dort gar nicht so weit weg, also mache ich mich gleich auf den Weg, um einen zeitnahen Termin zu vereinbaren. Das beste Angebot fällt auf Ende Mai, das kann ich mir sparen, der Weg war umsonst. Ich werde versuchen, dass mir der Orthopäde irgendwo einen früheren Termin organisiert. Wo ist mir dann egal.

Genervt geht es weiter zu einem Einkaufszentrum, ich brauche noch die Zutaten für das Pfannengyros, das ich heute Abend verbrechen werde. Wieder zuhause wird nochmal kurz der Hund bespasst, ein paar Telefonate erledigt und dann grüble ich über die Aussagen des Docs. Wenn die Physio nichts bringt, dann wird mit einer laserjustierten (???) Spritze Kortison an den Nerv injiziert, das macht bestimmt Spaß. Mal sehen, soweit ist es zum Glück noch nicht. Aber endlos Schmerzmittel einnehmen ist keine Option und die tauben Finger gehen davon auch nicht weg.

Die Grübelei zieht mich runter, also gönne ich mir wenigstens ein Nickerchen. Ich penne total weg und ratze zwei Stunden! Dann kommt die Reiseplanung für die Woche München dran, da ist viel zu planen und abzusprechen. Im Moment bin ich neben dem Posting hier noch dabei und befürchte einen baldigen Besuch beim Orthopäden wegen „Threema-Hand“. Der letzte Satz war irgendwie nur halblustig…

Damit lass ich Euch jetzt alleine, das erwähnte Pfannengyros will gebrutzelt werden.

„Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ (#wmdedgt) beruht auf einer Initiative von Frau Brüllen und findet am 5. jeden Monats statt.

Vero

Freude über was Neues und Kritik an den sogenannten „Social Media Stars“

Vero ist ein neues, soziales Netzwerk, angeblich ein Hype. Ich habe einen Vero Account und war sofort in das Konzept verknallt. O.k., es holpert, aber das ist kein Wunder, denn schließlich steht über dem Logo ja deutlich lesbar das Wort „beta“. Zusätzlich holpert es angeblich wegen des großen Ansturms. Macht nix, ich werde ja erleben wann es besser wird.

Vero kennt keine Werbung und keine Bots; Tracking findet nur insoweit statt, als das für den technischen Betrieb der Plattform notwendig ist und die Server stehen immerhin in GB, wo – hoffentlich noch recht lange – EU Recht gilt.

Vero soll sich über einen Mitgliedsbeitrag seiner User finanzieren, deshalb kann man auf Ads, Bots, Data Mining etc. verzichten. Die erste Million Useraccounts ist „lifetime free“, irgendwie soll ja eine halbwegs attraktive Userbasis vorhanden sein, wenn es dann richtig losgeht. Diese Million war wohl innerhalb weniger Tage erreicht, aber da war immer noch beta, also hat man kurzerhand die „lifetime free“ Phase verlängert. Meines Wissens läuft sie noch.

Ich mag das Konzept von Vero auch deswegen, weil es letztlich auf einem ganz simplen Miet- oder Pachtverhältnis beruht, man muss nicht ständig die Nutzer bis ins Kleinste ausspähen und ihre Daten durch tausende Algorithmen jagen, wie das etwa bei Facebook, Instagram und Co. der Fall ist.

Was ich hingegen nicht mag ist das Verhalten mancher User. Damit meine ich User, die so ein Projekt voranbringen könnten, weil sie in den Sozialen Medien und darüber hinaus Gewicht haben, weil viele User sie seit vielen Jahren kennen, schätzen und lesen. Sie hätten die Chance, sie könnten den Weg in eine etwas geschütztere Privatsphäre ebnen und ganz viele von den „Stars“ haben sich längst ihren „lifetime free“ Account gesichert. Ohne bisher auch nur einen einzigen  Beitrag auf Vero gepostet zu haben. Jetzt warten sie mal ab ob’s was wird mit dem neuen Netzwerk und lehnen sich gemütlich zurück. Das finde ich offen gestanden ein wenig schäbig.